
Gewalt bei älteren Paaren
Was die Forschung zeigt
Gewalt kann über Jahrzehnte andauern
Bei einem Teil der Betroffenen beginnt die Gewalt bereits früh in der Beziehung und dauert bis ins hohe Alter an. Besonders häufig treten psychische Gewalt und kontrollierendes Verhalten auf.
Im Alter kann sich Gewalt verschärfen
Die Pensionierung kann bestehende Gewalt verstärken. Gesundheitliche Probleme oder die Abhängigkeit von der Partnerin oder dem Partner können die Situation weiter erschweren.
Steiniger Weg zu Hilfe
Viele ältere Betroffene kennen bestehende Hilfsangebote nicht oder nutzen sie nur selten. Gleichzeitig sind die Angebote noch nicht genug auf ihre Lebenssituation und Bedürfnisse ausgerichtet.
Aus Forschung wird Prävention
Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sind in eine nationale Kampagne geflossen. Entstanden sind Flyer, Plakate, Kurzvideos und ein Leitfaden für Fachpersonen. Sie sollen ältere Menschen besser erreichen und für Gewalt bei älteren Paaren sensibilisieren.
Die Kampagne «Gewalt bei älteren Paaren»
Drei kurze Videos zeigen unterschiedliche Situationen von Gewalt im Alter:

Das Forschungsprojekt
Das nationale Forschungsprojekt «Prävention von Gewalt bei älteren Paaren» hat untersucht, wie ältere Menschen Gewalt in Paarbeziehungen erleben und wie sie besser Zugang zu Hilfsangeboten finden. Ziel war es, die Prävention von Gewalt bei älteren Paaren in der Schweiz zu verbessern. Die Haute École de la Santé La Source (HES-SO), das senior-lab und das Nationale Kompetenzzentrum Alter ohne Gewalt haben das Projekt von 2022 bis 2024 gemeinsam durchgeführt.
Fachpersonen aus den Bereichen Alter und häusliche Gewalt sowie ältere Menschen haben ihre Erfahrungen eingebracht. Dazu gehören auch Frauen und Männer, die im höheren Alter selbst Gewalt erlebt haben.
Projekt und Partner
Projektleitung
Prof. Delphine Roulet Schwab, Projektleiterin
Institut et Haute École de la Santé La Source, Lausanne (HES-SO)
Realisiert durch
Institut et Haute École de la Santé La Source (HES-SO), Nationales Kompetenzzentrum Alter ohne Gewalt und senior-lab
Finanziell unterstützt von
- Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG (Finanzhilfen)
- Oak Foundation
In Zusammenarbeit mit
- Opferhilfe Schweiz
- Spitex Schweiz
- alter ego
- Associazione Consultorio delle Donne
- Bureau de l’égalité entre les femmes et les hommes du Canton de Vaud
- Bureau de l’égalité hommes-femmes et de la famille – Etat de Fribourg
- Schweizerische Konferenz gegen häusliche Gewalt
- Schweizerischer Seniorenrat
- CURAVIVA
- Schweizerische Kriminalprävention
- Pro Senectute Schweiz
- Pro Senectute Ticino e Moesano
- UBA Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
- Pink Cross
- Violence que faire


